Wie funktionieren Geruchsverschlüsse?

Jeder hat das eigentlich schon einmal erlebt: Da betritt man nun endlich die vom Vorgänger besenrein hinterlassene Wohnung um seine Möbel aufzustellen, und aus der leergeräumten Küche dringt ein unangenehmer Gestank in die Nase.
Die Ursache ist der offene Abflußstutzen just an der Stelle, an der sich die Geschirrspüle befand. Kein Wunder, daß es so stinkt, denn hier fehlt der Geruchsverschluß und auf unangenheme Weise wird der Nase klar, welche Düfte wir tagtäglich wegspülen.

Der Geruchsverschluß verhindert dieses Übel zuverlässig. ob unter der Spüle, Waschbecken, Toilette, Badewanne oder Dusche - das Konstruktionsprinzip ist immer gleich: Das Abwasser rauscht nicht gleich geradewegs in die Tiefe: in einem U-förmigen Bogen, dem Knie, oder in einem speziell geformten doppelwandigem Topf bleibt immer ein Rest Wasser stehen.
Dieser Wasserpfropfen verhindert zuverlässig, daß der Gestank aus der Abflußleitung in unsere Wohnräume dringt und läßt doch bei jedem Ziehen oder Knopfdruck allen Dreck durch.
Natürlich schluckt ein Siphon nicht alles. Feststoffe sollten erst gar nicht hineingelangen. Dafür gibt es Einlegesiebe zum Herausnehmen, die z.B. Teeblätter zuverlässig auffangen. Heißes Fett erkaltet sehr schnell in der Abflußleitung - deshalb sollte immer gründlich mit heißem Wasser nachgespült werden.