Das hier für den Schrank gewählte Falttür-System hat den Vorteil, wenig Platz zu beanspruchen und sich trotzdem über die ganze Schrankbreite zu öffnen.
Jedes Falttürenelement besteht aus zwei Türflügeln von unterschiedlicher Breite, die mit einem Stangenscharnier (Klavierband) beweglich verbunden sind. Der innere Flügel muß 30 mm breiter sein als der äußere. Hier läuft ein Zapfen in der Mitte einer U-Schiene. Im geöffneten Zustand sitzt der äußere Flügel vor dem Rahmen, der freischwingende Flügel ragt jedoch ein Stück in den Schrank hinein.
Laufschienen
Schrauben Sie die Schienen oben und unten an den Rahmen. Sie werden so angebracht, daß sie sich genau über und unter den Türen befinden. Sind beide Flügel zusammengeklappt, also geöffnet, läßt sich der Punkt ermitteln, an dem unten und oben zwei Führungszapfen in den breiteren Flügel gesetzt werden. Als Zapfen bieten sich Hartholzdübel oder Kunsstoff-Rundmaterial an; sie werden in entsprechend große Bohrungen eingeklebt. Damit sie ungehindert in den U-Schienen gleiten können, müssen die Befestigungsschrauben der Schienen versenkt sein. Bei der endgültigen Montage der Türen werden zunächst die Zapfen in die Schiene eingeführt, anschließend die Stangenscharniere angeschraubt. Entsprechend angebrachte Magnetschnäpper halten die Türen zu. Die Griffe sollten zur Farbe und Gestaltung der Oberfläche passen.
Wenn Ihnen der Aufwand für eine selbstgefertigte Türbefestigung zu groß erscheint, können Sie auch einen Falttürbeschlag, komplett mit Schienen, Scharnieren und federnden Zapfen, kaufen. Das Einsetzen der Türen mit Federzapfen ist problemlos zu bewältigen.
Die Frontfläche der Türenaußenseiten sollte immer der übrgen Raumgestaltung angepaßt werden. Man kann sie tapezieren, lackieren oder mit Stoff beziehen.